Spielbanken GmbH Niedersachsen baut Roulette-Tische bis 2027 ab
Uma Lorenz · Oct 1, 2026

Spielbanken GmbH Niedersachsen baut Roulette-Tische bis 2027 ab

Die staatseigene Spielbanken GmbH in Niedersachsen entfernt die Roulette-Räder aus den Standorten Hitfeld und Bad Pyrmont bis Mitte 2027, weil die Nachfrage nach diesen arbeitsintensiven Tischen weiter zurückgeht, während die Casinos danach ausschließlich Spielautomaten anbieten werden und damit dem Muster anderer bereits umgestellter Häuser im Bundesland folgen.
Gründe für den Abbau der Roulette-Tische
Beobachter berichten, dass sinkende Besucherzahlen bei den klassischen Tischspielen den Betreiber dazu veranlasst haben, die teuren Roulette-Betriebe einzustellen, denn die hohen Personalkosten und der geringere Umsatz stehen in keinem Verhältnis mehr zu den Automatenbereichen, die deutlich effizienter laufen und weniger Aufwand erfordern, während die verbleibenden Standorte das Angebot weiterhin aufrechterhalten.
Im Oktober 2026 zeigt sich, dass diese Entwicklung bereits seit einiger Zeit absehbar war, denn mehrere andere Spielbanken im Land haben den Wechsel zu reinen Automaten-Casinos vollzogen und damit positive betriebswirtschaftliche Ergebnisse erzielt, sodass die Entscheidung für Hitfeld und Bad Pyrmont als logische Fortsetzung dieser Strategie gilt.
Verbleibende Roulette-Standorte in Niedersachsen
Roulette bleibt an vier Standorten erhalten, darunter Bad Harzburg, Bad Zwischenahn, Hannover und Osnabrück, wo die Nachfrage noch ausreicht, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, und wo die Kombination aus Tischspielen und Automaten weiterhin angeboten wird, während die beiden betroffenen Casinos vollständig auf Automaten umstellen.
Diese Konzentration auf ausgewählte Standorte ermöglicht es der Spielbanken GmbH, Ressourcen gezielter einzusetzen und gleichzeitig die gesetzlichen Vorgaben für das Glücksspielangebot im Land zu erfüllen, denn die verbleibenden Roulette-Tische decken weiterhin die regionale Nachfrage ab.

Finanzielle Entlastung durch angepasste Abgabe
Das Land plant gleichzeitig eine Senkung der Spielbankenabgabe von 85 auf 80 Prozent, um dem Betreiber finanzielle Spielräume zu verschaffen, denn diese Reduzierung soll die Umstellung erleichtern und die Wirtschaftlichkeit der verbleibenden Standorte sichern, während die Einnahmen des Landes weiterhin aus den Automatenbereichen und den verbleibenden Roulette-Tischen gespeist werden.
Experten weisen darauf hin, dass diese Anpassung der Abgabe in direktem Zusammenhang mit den strukturellen Veränderungen steht, denn ohne diese Entlastung wäre der Betrieb an den umgestellten Standorten langfristig nicht mehr tragfähig gewesen, und die Maßnahme folgt damit dem Ziel, die staatlichen Casinos wettbewerbsfähig zu halten.
Auswirkungen auf Mitarbeiter und regionale Angebote
Die Umstellung betrifft auch das Personal, das bisher an den Roulette-Tischen tätig war, denn diese Mitarbeiter werden entweder in andere Bereiche der Casinos versetzt oder an den verbleibenden Roulette-Standorten eingesetzt, während die Automatenbereiche weniger personalintensiv betrieben werden können und damit andere Anforderungen an die Belegschaft stellen.
Beobachter betonen, dass die regionalen Angebote in Hitfeld und Bad Pyrmont weiterhin bestehen bleiben, nur mit verändertem Schwerpunkt auf Automatenspiel, und dass Besucher dort künftig keine klassischen Tischspiele mehr finden werden, wohingegen die vier anderen Casinos das komplette Portfolio beibehalten.
Schlussfolgerung
Die beschlossenen Maßnahmen zeigen, wie die Spielbanken GmbH auf veränderte Nachfrage reagiert, indem sie Roulette auf ausgewählte Standorte konzentriert und gleichzeitig durch die angepasste Abgabe finanzielle Stabilität sichert, während die betroffenen Casinos in Hitfeld und Bad Pyrmont ab Mitte 2027 nur noch Automaten anbieten werden und damit Teil einer breiteren Umstrukturierung im niedersächsischen Glücksspielmarkt sind, wie aus dem Bericht auf Automatenmarkt hervorgeht.